Invasion einer farbenprächtigen Verwandlungskünstlerin
Das ursprünglich aus Mittelamerika stammende Wandelröschen ist in Südafrikas Gärten wegen seines invasiven Charakters verboten, in Mitteleuropa als Zierpflanze wegen ihrer variablen Blütenfarbe beim Aufblühen aber sehr beliebt.
Ein warmer Winterschlaf:
Wandelröschen sind frostempfindlich und überwintern daher gerne bei einer Temperatur von mindestens zehn Grad Celsius. Die Pflanzen ruhen über die kalte Jahreszeit, daher können sie auf viel Wasser und jeglichen Dünger verzichten. Im Februar erwachen sie langsam an einem wärmeren Platz, im Frühling dürfen sie ins Freie.
Ein Platz an der Sonne:
Wandelröschen sind pflegeleicht, sie lieben aber helles Licht und abgestandenes Wasser. Sie verlangen kalkfreien Boden und wissen ab dem Frühjahr Dünger zu schätzen. Allerdings sind die bunten Schönheiten windempfindlich. Im Frühjahr werden die Pflanzen umgetopft und mit frischer Erde versorgt. Im Frühjahr können auch Stecklinge mit 3 - 5 Blattpaaren genommen werden. Auch eine Vermehrung durch Aussaat ist möglich, die Sämlinge blühen jedoch oft in anderen Farben.
Ein radikaler Schnitt:
Wenn sie beginnen auszutreiben, ist es Zeit, die Wandelröschen kräftig zurück zu schneiden. Um den jungen Trieben Licht und Luft zu verschaffen, werden die alten bis zu einem Drittel gekürzt. Bis die Neulinge vollständig ausgebildete Blätter zeigen, muss das Wandelröschen mit wenig Wasser und ohne Dünger auskommen. Auch während der Blütezeit im Sommer sorgt nur ein regelmäßiges Zurückschneiden der Wandelröschen für einen farbenfrohen Blütenbusch. Die verblühten Dolden und neue Triebe können vorsichtig abgeknipst werden, gegen Blattläuse, Spinnmilben und Weiße Fliegen helfen außerdem Seifen- und Weißölmittel.
Eine gefährliche Schönheit:
Das bezaubernde Wandelröschen ist ebenso schön wie giftig, Besonders die reifen und unreifen Früchte sorgen für die Symptome ähnlich denen einer Tollkirschenvergiftung.
(TB)